Wachstum im Maschinenbau gedämpft

(Quelle: produktion.de)

Im letzten Quartal des Jahres 2011 mussten die erfolgsverwöhnten deutschen Maschinenbauer einen Dämpfer hinnehmen. Nach Mitteilung des VDMA lag der Eingang an Aufträgen im November 2011 um 12 Prozent unter dem des Vorjahres.

Zwei Prozent Rückgang waren hierbei bei den Aufträgen aus Deutschland zu verzeichnen. Wesentlich stärker waren die Einbußen im Auslandsgeschäft, die um 17 Prozent wegbrachen. Der Verlust geht in erster Linie auf verminderte Aufträge aus China sowie aus den Schwellenländern zurück. Aus diesem Grunde geht der VDMA auch davon aus, dass die Auftragsflaute nicht im Zusammenhang mit der Krise des Euros steht. Eine wesentliche Ursache für den Rückgang sieht der VDMA in hohen Lagekapazitäten, die jetzt ausgenutzt werden und den Bedarf nach Neuanschaffungen schrumpfen lassen.

Noch nehmen die Maschinenbauunternehmen die Zahlen gelassen zur Kenntnis, denn der Rückgang erfolgt von einem sehr hohen Niveau aus. Daher blickt die Branche auch erwartungsvoll und optimistisch in das kommende Jahr 2012.

(Quelle: http://www.produktion.de/konjunktur/vdma-deutscher-maschinenbau-erhaelt-weniger-auftraege-aus-uebersee/)

Hackerangriffe auf deutsche Maschinenbauer

Produktpiraterie, Ideendiebstahl, Industriespionage und Sabotage können sich insbesondere für die Branchenführer verheerend auswirken. In der heutigen Zeit arbeiten die Wirtschaftskriminellen oft als Hacker und greifen die informationstechnologischen Strukturen der Unternehmen an. Stark betroffen von solchen Hackerangriffen sind die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer.

Stefen Zimmermann vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) beziffert den Verlust, den die Unternehmen durch solche Angriffe erleiden, auf rund 6,4 Milliarden Euro. Dieser Betrag entspricht vier Prozent des gesamten Umsatzes der Branche. Wegen ihres großen Innovationspotenzials bieten die deutschen Unternehmen ein lohnendes Ziel für die Angriffe aus dem Netz. Der Schutz des Wissens und des technischen Know-Hows erlangt daher eine immer stärkere Bedeutung.

Dies hat den VDMA dazu bewogen, jetzt einen Leitfaden zur Informationssicherheit zu erstellen. Der Leitfaden ist auf die Branche der Maschinen- und Anlagenbauer zugeschnitten und berücksichtigt in besonderer Weise auch die Risiken, die sich durch den heute verbreiteten Einsatz mobiler Kommunikations- und Informationstechniken ergeben. Damit die beschriebenen Methoden auch eingesetzt werden, hat der VDMA darauf geachtet, dass sie sehr anwenderfreundlich und leicht beherrschbar sind.

Eine vollständige Sicherheit wird es aber auch in der Zukunft nicht geben. Insbesondere die immer stärker steigende „Intelligenz“ der Maschinen bietet Hackern neue Angriffsflächen.

(Quelle: http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Hacker-Risiko-im-Maschinenbau-wird-oft-unterschaetzt/56539/2)

Maschinenbau hofft auf stabilen Euro

(Quelle: Heidelberger Druckmaschinen AG)

 

Der Maschinenbau als signifikanter Teil der Realwirtschaft ist wieder sehr abhängig von den Finanzmärkten und könnte trotz momentaner Höhenflüge von den Märkten wieder abgebremst werden.

Der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Thomas Lindner, sagte, auf dem diesjährigen Maschinenbaugipfel in Berlin „Lassen Sie mich klar sagen, ein stabiler und verlässlicher Euro ist für uns – als Exportindustrie – essenziell“.

Die Industriesparte hat sich signifikant nach der Wirtschaftskrise erholt. Der Präsident des VMDA zeigte auf, dass die Industrie mehr als 900.000 weitere Beschäftigte einstellen möchte und damit Ihre Produktion um 14 Prozent steigert dieses Jahr. Eine starke Nachfrage aus Asien und Deutschland trägt zu diesem Wachstum bei.

Von der Politik forderte der Präsident klare Handlungen und hoffe man würde die Verantwortung für Deutschland, Europa und den Euro übernehmen. Konkret sagte er: „Die Regierungskoalition muss sich ihrer Verantwortung für Deutschland und für ganz Europa stellen, auch wenn in einigen Parteien ein paar Politiker ihr eigenes Wahlsüppchen fröhlich vor sich hin kochen.“

(Quelle: VDMA)

Deutschland ist weltweit Nr.1 im Maschinenexport

(Foto: Andreas Hermsdorf)

Der deutsche Maschinen- und Anlagebau boomt und bildet mit 900.000 Beschäftigten den beschäftigungsstärksten Industriezweig. Mit der Erwirtschaftung von 173 Milliarden Euro im Jahr 2010 gibt es nur noch den Fahrzeugbau, der jährlich einen noch größeren Umsatz erzielt.

Maschinenexport weltweit

Doch die Erfolge dieser Branche lassen sich nicht nur im Inland beobachten. Unter den wichtigsten Exportländern liegt Deutschland mit einem Maschinen-Welthandelsanteil von 19,1 Prozent um 6,9 Prozent vor den zweitplatzierten USA mit 12,2 Prozent Marktanteil. Vor allem die Nachfrage von Produkten deutscher Hersteller entwickelte sich rasant in den asiatischen und südamerikanischen Ländern. In der Top Fünf der wichtigsten Lieferländer folgen anschließend noch Japan auf Platz drei mit  9,4 Prozent Anteil, dicht gefolgt von Italien und China mit jeweils 9,2 Prozent Absatz auf dem Weltmarkt.

Produktion in Deutschland

Ein Drittel der Gesamtproduktion des Maschinen- und Anlagebaus in Deutschland entfällt auf die Herstellung von Lager- und Kraftmaschinen, dessen Käufer wiederum andere Investitionsgüterhersteller wie etwa aus dem Fahrzeugbau und der Elektrotechnik sind. Etwa 50% der Produktionen kommen in vielen verschiedenen Industriezweigen zum Einsatz, zum Beispiel Roboter, Pumpen, Kräne oder Fördermittel. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um produktspezifische Investitionsgüter für eine Reihe von Branchen, dazu zählen unter anderem Landmaschinen, Baumaschinen, Textilmaschinen sowie Druck- und Papiermaschinen.

Branchenentwicklung

Auch in Hinsicht auf die konjunkturelle Entwicklung kann die Branche positiv in die Zukunft blicken. Nachdem die größte wirtschaftliche Krise der Nachkriegszeit mit einem Umsatzplus von acht Prozent im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr gut überwunden werden konnte, erwartet der Branchenverband VDMA für 2011 ein Plus von 14 Prozent.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
„Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“, Monatsbericht August 2011)