Computer in der Backindustrie

(Quelle: baeko)

Der Bäcker, der um zwei Uhr in der Nacht den Teig knetet und die Brötchen am frühen Morgen in den Ofen schiebt, ist selten geworden. Der größte Teil unseres täglichen Brotes wird in großen Industriebäckereien hergestellt. Da ist es nur folgerichtig, dass die Computertechnik auch bei Backen des Brotes immer stärker auf dem Vormarsch ist.
Die Herstellung von Brot, Brötchen und anderer Backwaren hat sich vom Handwerk zum Industrieprozess gewandelt. Die Vernetzung und die Kommunikation im Intranet findet daher auch in den Großbäckereien immer stärkere Verbreitung. Das hat dazu geführt, dass die Hersteller von Öfen und Kälteanlagen bereits ab Werk spezielle Softwarelösungen für die Backindustrie bereithalten. Die meisten Programme in diesem Bereich laufen unter dem bekannten Betriebssystem Windows, aber auch Linux sowie Palm OS gewinnen immer stärker an Bedeutung.

Die eingesetzte Software dient dazu, die beim Backen ablaufenden Prozesse zu beobachten, zu protokollieren und zu steuern. Bei Bedarf sind natürlich auch Eingriffe in die Prozessabläufe möglich. Mit der vernetzten Software hat der moderne Bäcker immer alle wichtigen Parameter wie Temperatur, Betriebszeiten oder Backzeiten im Blick. Hierdurch kann er Leerstände einzelner Maschinen vermeiden und Verfahrensabläufe wirkungsvoll optimieren.

(Quelle: http://www.baeko.at/rtc-baeko/MaschinenNews/270/center/?ArticleID=100)

Logistik Kongress

 

Redner auf dem Kongress (Quelle: BVL)

Als Vorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V hieß Dr. Raimund Klinkner gestern die Teilnehmer des 28. Deutschen Logistik Kongress in Berlin herzlich willkommen. Der Kongress findet vom 19. bis zum 21. Oktober statt und wird voraussichtlich über 3.500 Besucher aus 40 Nationen empfangen. Das Motto des Kongresses dieses Jahr ist „Flexibel – sicher – nachhaltig“. Als Hauptredner für den Kongress sind unter anderem angemeldet: Nestlé-Deutschland-Vorstandschef Gerhard Berssenbrügge, Siemens-Supply-Chain-Vorstand Barbara Kux, Opel-Logistikvorstand Susanna Webber, Bahnchef Dr. Rüdiger Grube und SAP-Deutschland-Geschäftsführer Michael Kleinemeier. Die thematischen Leitlinien bildet das Motto mit seinem Fokus auf Flexibilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Hinzu kommen noch 200 Austeller aus aller Welt, welche sich auf dem Kongress präsentieren werden.

(Quelle: BVL)

 

Just in Time

Toyota Montageband (Foto: Toyota)

Toyota Montageband (Foto: Toyota)

Eines der modernsten Logistiklösungen ist “Just-in-time”. Hierbei werden Güter oder Bauteile erst wenn der eigentliche Bedarf entsteht, direkt ans Montageband einer Produktion geliefert. Das hat den Vorteil, dass kaum Teile eingelagert werden müssen. Ziel ist es, lediglich so viele Teile einzulagern, die notwendig sind, um die Produktion gerade noch aufrecht zu halten. Damit sinken die Kapitalbindung, die Kosten für das Lagergebäude und -personal. Auf der anderen Seite erfordert das System auch eine genaue Planung des Produktionsprozesses und einen ständigen Informationsaustausch mit dem Lieferanten. Das heißt, dass unter Umständen auch Betriebsgeheimnisse zugänglich gemacht werden müssen. Auch können Störungen bei Lieferanten oder bei der Anlieferung den Produktionsprozess verlangsamen. Die Qualitätskontrolle der Bauteile auf der Seite des Produzenten wird mit der kürzeren Durchlaufzeit auch schwieriger.

Nichtstdestotrotz ist das System sehr erfolgreich. Es hat seinen Ursprung als Teil des Toyota Produktionssystems und wird unter anderem auch in dessen Werk in Kentucky, USA angewendet. Dort wird es mit anderen Methoden kombiniert (z.B. Kanban, Andon und Poka Yoke). Auch Porsche nutzt das Just-in-Time System, zum Beispiel in seinem Werk in Leipzig für die Produktion des Cayenne und Panamera.

(Quelle: Toyota Motor Manufacturing Kentucky, Inc und Porsche Leipzig GmbH)

Produktionslogistik

In der Produktionslogistik geht es grundsätzlich darum, dass das richtige Objekt (in der gewünschten Qualität und Quantität), zur richtigen Zeit, am richtigen Ort ankommt – und das möglichst wirtschaftlich. Die Durchlaufzeit innerhalb des Unternehmens kann als wichtigster Faktor innerhalb der Produktionslogistik verstanden werden. Daher müssen die Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse optimal geplant sein. Im Mittelpunkt steht die Beschaffung und Distribution von Materialien und Waren, aber auch der optimalen Fluss von Informationen.

Produktionshalle (Foto: by Olga Meier-Sander/ pixelio.de)

Zunehmend komplexere Strukturen machen die Optimierung der Produktionslogistik schwierig. Hauptprobleme sind eine gewachsene und damit unflexiblere Organisationstruktur. Dadurch wird die Abstimmung zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen erschwert und häufig mangelhaft. Auch die Bedarfsplanung wird häufig nicht optimal mit allen Bereichen synchronisiert, was zu einer Erhöhung der Lagerzeiten oder Knappheit führen kann.

Einfluss auf die Logistik hat unter anderem die Art und Vielfalt der Produkte. Damit hängt zusammen, wie die Produkte gefertigt werden: einzeln (Werkstattfertigung), am Fließband oder in Gruppen (Kombination von Einzelschritten zu Fertigungsgruppen, in so genannten Fließinseln). Wichtig für die Logistik ist natürlich auch die Frage, ob die Güter innerhalb oder außerhalb des Unternehmens bearbeitet bzw. produziert werden (z.B. auf einer Baustelle) und wie hoch der Segmentierungsgrad der Fertigung ist. Ausschlaggebend ist zudem, ob kontinuierlich oder diskontinuierlich produziert wird.

Indem die Prozesse vereinfacht und verkürzt werden, soll die Effektivität verbessert werden. Zu den Maßnahmen gehören die Verbesserung der Flexibilität, die Minimierung von Durchlaufzeiten und Lagerbeständen, sinnvolles Outsourcing sowie kurze und ergonomische Transportwege. Wichtig ist, die Transparenz der Zusammenhänge zwischen Einzelkomponenten zu erhöhen. Langfristige Ziele sind: eine Orientierung am Servicegrad, die Reduzierung der Durchlaufzeit, kundenauftragsgesteuerte Produktion, Reduzierung der Rüstungszeit und eine optimale Kapazitätsauslastung.