Umweltbelastungen in der Luftfahrt reduzieren

Flugzeug Der Himmel über Europa gleicht schon fast einer viel befahrenden Autobahn. Grund genug ihn gut zu überwachen. 27 nationale Flugsicherungssysteme und 60 Flugverkehrszentren sorgen dafür, dass Flugzeuge und Insassen höchste Sicherheit genießen können.
Die verlängern allerdings die Flüge um durchschnittlich 42 km: Eine teure Angelegenheit für die Fluggesellschaften und auch für die Umwelt, denn so werden Millionen Tonnen CO2 mehr verbraucht.

Der Flightpath 2050 soll dafür sorgen, dass in der Luftfahrt mehr auf die Umwelt geachtet wird. In dem Bericht plädieren Vertreter (aus Infrastruktur, Luftfahrzeuge, Betrieb, Treibstoffe und Forschung) dafür, der europäischen Luftfahrtindustrie zu einer weltweiten Führungsstellung zu verhelfen. Im Fokus stehen vor allem die Förderung von Umweltfreundlichkeit und Sicherheit in der Luftfahrt.

Den aktuellen Bericht „Flightpath 2050“  gibt es unter:
http://ec.europa.eu/transport/air/hlg_aviation_aeronautics_en.htm

(Foto: © Didi01 / PIXELIO)

6. Deutscher Maschinenbau-Gipfel

Deutscher MaschinenbaugipfelIn Berlin treffen sich vom 23. Bis 24. Oktober Top-Entscheider aus der Maschinenbaubranche, Journalisten und Politiker. Gemeinsam soll über Stand, Entwicklung und Ziel des Maschinenbaus diskutiert werden. Hochrangige Politiker und Wirtschaftsfachleute untersuchen, wie Wirtschaft und Staat im 21. Jahrhundert miteinander agieren können – im Fokus steht dabei stets Slogan der Veranstaltung: „Zukunft produzieren“.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist ein wichtiger und erfolgreicher Bestandteil der deutschen Industrie. Auf dem Maschinenbau-Gipfel werden in Berlin die aktuellen Chancen und Risiken wirtschaftlichen Handelns beleuchtet – und zwar national, europäisch, global und immer auch politisch.

Wer am 23.-24. Oktober nicht am Maschinenbau-Gipfel teilnehmen kann, der hat die Möglichkeit sich die Veranstaltung von 12.30 Uhr bis 13.15 Uhr beim Sender Phoenix anzuschauen.

Themenschwerpunkte 2012:
Grenzen der Belastbarkeit
- Rollenverteilung: Wirtschaft und Staat im 21. Jahrhundert
- Europa und der Euro: ein Währungsraum mit Zukunft?
- Südamerika: Marktpotenziale für den Maschinenbau
- Blue Competence: Ressourceneffizienz durch den Maschinenbau
- Geld: Finanzierungskonzepte auf dem Prüfstand

Der Mensch- Erfolgsfaktor im Unternehmen
- Alternde Bevölkerung: Herausforderung für Wirtschaft und Staat
- Arbeitswelt 2020: Wie sich Unternehmen aufstellen müssen
- Gipfel-Gespräch: Wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber Arbeitswelten gemeinsam gestalten
- Arbeitsmarktpolitik: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Machinen- und Anlagenbau: Best place to work

(Quelle: http://www.vdma.org)

Normgerechtes Energiemanagement senkt Energiekosten und Abgabenlast

In einer Pressemitteilung teilte das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie in Aachen Ende April mit, dass aktuelle Änderungen bei staatlichen Vorgaben die Bedeutung von Energiemanagementsystemen erhöhen, die der Norm DIN EN ISO 50001 entsprechen. Diese Systeme senken nicht nur die Energiekosten, weil sie die Energieeffizienz der Produktionsprozesse steigern. Sie reduzieren auch die Emissionen, beispielsweise von CO2, und sparen dadurch Steuern.

Nach Aussagen des IPT betragen die Energiekosten im produzierenden Gewerbe derzeit bereits zwischen drei und zwölf Prozent. Dabei sind besonders Energie intensive Bereiche auch noch ausgenommen. Laut IPT sollen produzierende Unternehmen in der Lage sein, allein durch die Optimierung bestehender Anlagen sowie organisatorische Maßnahmen bis zu 20 Prozent ihrer Kosten für Energie einzusparen.

(http://www.ipt.fraunhofer.de/Presse/Pressemitteilungen/20120423EnergieeffizienzHM2012.jsp 23.04.2012)

Hammer – Holz im Automobilaufbau

Ein Forschungsprojekt, das von der Universität Kassel koordiniert wird, will den Werkstoff Holz ins Auto zurück bringen. Dabei geht es nicht um sichtbare Bestandteile, wie zum Beispiel die Verkleidung von Armaturenbrettern. Ziel der Forschung ist es, mit Holz, im Verbund mit anderen Materialien, im Fahrzeug Gewicht einzusparen und Energie intensive Werkstoffe zu ersetzen.

Der Name Hammer des Forschungsprojekts, steht für “Holzformteile als Multi-Material-Systeme für den Einsatz im Fahrzeug-Rohbau”. Entsprechend soll der Naturwerkstoff nicht als eigenständiges Bauteil eingesetzt werden, sondern wird mit Metallfolien oder Textilien zu einem Verbundwerkstoff verarbeitet. Zusätzlich arbeiten die Forscher an der Entwicklung einer Imprägnierung, die Schwachpunkte des Werkstoffs beseitigen soll. Die Brennbarkeit und die Anfälligkeit für Feuchtigkeit und Schädlingsbefall, sollen dadurch abgebaut werden.

(http://www.lightweight-design.de/ 18.06.2012, Foto: © Reiner Sturm / PIXELIO)

Stahl leichter als Aluminium

Nachdem die beiden großen Automobil-Zulieferer Mahle und Kolbenschmidt-Pierburg bereits vor einem Jahr Stahlkolben für Pkw angekündigt hatten, meldete sich Kolbenschmidt am 14. Juni 2012 mit einer weiteren Nachricht. Ab 2014 will das Unternehmen Stahlkolben an einen süddeutschen Fahrzeughersteller der Oberklasse liefern, die 40 Gramm leichter sein sollen, als vergleichbare Bauteile aus Aluminium.

Aluminium besitzt zwar ein deutlich geringes spezifisches Gewicht, als Stahl, aber auch eine geringere Festigkeit. Eine Aluminiumkonstruktion muss daher im Allgemeinen ein größeres Materialvolumen aufweisen, als ein entsprechendes Element aus Stahl. Bei den begrenzten räumlichen Verhältnissen und den thermischen sowie mechanischen Belastungen im Zylinder eines Verbrennungsmotors, ist es mit modernen Leichtbau-Methoden möglich, den Gewichtsvorteil des Aluminiums durch eine geschickte Konstruktion auszugleichen und sogar zu überkompensieren. Dies ist möglich, da die höhere Festigkeit des Stahls unter anderem eine erheblich flachere Kolbenkonstruktion ermöglicht. Die geringere Bauhöhe der Stahlkolben lässt sich außerdem noch für die Konstruktion flacherer Motoren nutzen, die damit entsprechend leichter ausfallen.

(http://www.lightweight-design.de/ 15.06.2012, http://www.kfz-betrieb.vogel.de/fahrzeug-technik/articles/321369/ 29.06.2011, Foto: © Dieter Schütz / PIXELIO)

Neues Geschäftsfeld Leichtbau-Produktionstechnik beim IPT in Aachen

Auf Basis der seit Jahrzehnten bewährten Zusammenarbeit des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnologie (IPT) und der renommierten Universität RWTH Aachen, hat das IPT zusammen mit dem Werkzeugmaschinenlabor der Hochschule das neue Geschäftsfeld Leichtbau-Produktionstechnik eröffnet. Ziel dieser Gründung ist es, Leichtbau Großserienfertigungen zu fördern und damit die Kosten effizienter und umweltschonender Produkte zu senken.

Nach Aussage des IPT soll das neue Geschäftsfeld die langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des Leichtbaus mit Kompetenzen und Wissen aus Produktionstechnik sowie der Be- und Verarbeitung verschiedenster Materialien bündeln. Zum Programm des Geschäftsfelds Leichtbau-Produktionstechnik gehört unter anderem die Entwicklung angepasster Faserverbundwerkstoffe und Multimaterialsysteme sowie entsprechender Produktionsverfahren und die Konstruktion erforderlicher Werkzeugmaschinen und Anlagen. Partner und Kunden des Instituts, können diese Angebote nutzen, um sich Vorteile bei ihrer Produktion durch den Leichtbau zu sichern.

(http://www.lightweight-design.de/ 29. März 2012)
(http://www.ipt.fraunhofer.de/Geschaeftsfelder/LeichtbauProduktionstechnik/index.jsp)

Ethernet im Kfz

Das aus der Computervernetzung bekannte Ethernet schickt sich an, zwei speziell für die Belange des Kraftfahrzeugs entwickelte Netzwerkstandards abzulösen. Most, der Media Oriented Systems Transport, war für die Vernetzung von Multimedia-Equipment gedacht. FlexRay für die Vernetzung von Sensoren und Steuerungstechnik. Mit Ethernet und dem TCP/IP-Protokoll des Internet, gibt es nun einen bewährten, gemeinsamen Standard für alle Anwendungsbereiche im Kraftfahrzeug.

Der Durchbruch für Ethernet erfolgte zwar erst durch die Einführung einer neuen, zwei- statt vieradrigen Twisted-Pair-Verkabelung. Eine solche Änderung ist allerdings auch für das Ethernet nichts neues, hat es doch in seiner fast vierzigjährigen Geschichte bereits einige verschiedene Kabeltypen erlebt. Die Änderung in der Verkabelung war notwendig, um eine ausreichende Störunanfälligkeit unter den harten Bedingungen beispielsweise im Motorraum zu erreichen.

Gegenüber Most hat das Ethernet im Kraftfahrzeug unter anderem den Vorteil einer erheblich billigeren Verkabelung, verwendet Most doch Glasfaserkabel oder, wie auch das Ethernet bis Mitte der 90er-Jahre, teure Koaxialkabel.
Von FlexRay setzt sich das Zweidraht-Ethernet auch durch die zehnfach höhere Datenübertragungsrate ab. Die höhere Bandbreite von 100 Mbit/s wird im Kraftfahrzeug durch die zunehmenden Sensordichte und den Einbau von Kameras und Bildverarbeitungssystemen für die Fahrerunterstützung notwendig.

(vdi-nachrichten Nr.18, 4. Mai 2012 / Foto: ©  R.Elm / PIXELIO)

Frauen dürfen mehr Fehler machen

Eine Studie der Pennsylvania State University fand heraus, das Frauen in Führungspositionen einen Vertrauensbonus genießen. Fehler, die sie in ihrem Job machen, werden Frauen weniger stark angekreidet, als ihren männlichen Kollegen. Als Ursache vermutet die Studie, dass Fehler bei Frauen darauf zurückgeführt werden, dass sie sich in einer Männerdomäne durchsetzen müssen. Bei Männern im Management würden Fehler dagegen als Enttäuschung der in sie gesetzten Leistungserwartungen gewertet. Diese Haltung entspricht auch der allgemeinen Einstellung gegenüber Fehlern von Vorgesetzten, wie die Studie feststellte. Bekannte Fehler von Führungspersonen, reduzieren demnach die Motivation der Angestellten, für diese Führungskräfte zu arbeiten.

Wie gleichzeitig bekannt wurde, steigt 2012 der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten der 30 größten Unternehmen im DAX. Mit zehn Stellen, werden 37 Prozent der neu verteilten Positionen in den Aufsichtsräten mit Frauen besetzt. Damit ist dieser Anteil mehr als doppelt so hoch, wie die bisherige Frauenquote bei der Kapitalseite der DAX-30-Aufsichtsräte.

(www.vdi-nachrichten.de, © Foto: Andreas Morlok / PIXELIO)

LTE bald in allen Netzen mobil

Nach dem Vorreiter Vodafone und der Telekom, will auch der dritte LTE-Anbieter Telefonica (O2) ab Juli mobiles Internet im High-Speed Mobilfunknetz, der noch nicht ganz vierten Generation anbieten. Aber auch dann ist LTE noch längst nicht vollständig aus dem Experimentierstadium heraus. Echtes 4G bietet ja erst die zukünftige Erweiterung LTE-Advanced und die Telekom plant zum Beispiel die Einführung von Sprachdiensten, auf der Basis von IP-Telefonie, es erst für 2014. Bei LTE Smartphones, wie sie Vodafone bereits auf der diesjährigen CeBIT anbot, laufen nur die Datenverbindungen über LTE, telefoniert wird wie gehabt über die alten 3G-Netze.

Die Entwicklung schreitet allerdings schnell voran. Wer sich grundsätzlich für das Drahtlose Breitbandnetz interessiert, sollte sich regelmäßig informieren, um auf dem Laufenden zu bleiben. Beispielsweise wollen Vodafone und Telekom in einigen städtischen Bereichen, bereits innerhalb der nächsten Monate, Verbindungsgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s anbieten.

(Quelle: http://www.vdi-nachrichten.com, Foto: © Martin Berk / PIXELIO)

Bezahlbare Elektromobilität durch automatisierte Batterieanfertigung

Die Benzinpreise steigen und dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach günstigeren, alternativen Antrieben. Batterieanfertigung und Automatisierung werden zum immer größeren Thema – auch für die 5. Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik in München.  Eigens für diesen Kernbereich der Elektromobilität fand eine Sonderschau mit gleichnamigem Titel „Batterieanfertigung und Automatisierungstechnik“ statt.
Vertreter aus zwanzig Unternehmen aus der Automatisierungsindustrie und dem Maschinenbau standen Rede und Antwort und gaben einen Einblick in die kostengünstige Batterieproduktion. Der gesamte Produktionsprozess wurde den Besuchern veranschaulicht, von der Elektodenfertigung bis zum Zellenumbau.

Hohes unternehmerisches Potential

Batterien und elektrische Energiespeicher spielen im Bereich der Elektromobilität eine große Rolle: sie bestimmen Leistung, Zuverlässigkeit und Preis des Systems erheblich – sowohl bei Batterie-Mobilen als auch für Hybridautos.
Deshalb müssen neue Automatisierungstechnologien zur Minimierung der Produktionskosten in die Groß-Serienanfertigung übergehen – nur so kann langfristig kosteneffizient gefertigt werden.
Die Prognosen dafür sind gut: Der VDMA hat eine Studie zum Thema „Zukunftsfeld Elektromobilität – Chancen und Herausforderungen für den Maschinenbau“ durchgeführt und prognostiziert dass rund 40 % der neu zugelassenen Fahrzeuge einen Hybrid- oder vollelektrischen Antrieb haben. Durch die künftige Batterieproduktion wird ein stattlicher Bedarf an neuen Fertigungsmaschinen entstehen – mit einem Volumen von 4,8 Mrd. Euro im Jahr 2020.
Die Sonderausstellung der Automatica fand in enger Kooperation mit dem VDMA Fachverband Productronic, Robotik + Automation, dem WZL der RWTH Aachen sowie führenden Unternehmen statt.

(Quelle: http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Automatisierte-Batteriefertigung-staerkt-Elektromobilitaet/58803,  © Foto: F.H.M. / PIXELIO)